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Schilddrüse abtasten

Schilddrüsenunterfunktion – Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Schilddrüse (medizinisch: Glandula thyreoidea) ist eine lebenswichtige, kleine Hormondrüse im vorderen Halsbereich unterhalb des Kehlkopfs, die lebensnotwendige Schilddrüsenhormone produziert. Sie ist essenziell für den Stoffwechsel, das Wachstum und die Reifung des Körpers und an der Regulation diverser Körperfunktionen beteiligt. Dabei gibt sie laufend eine gewisse Menge an Schilddrüsenhormonen ins Blut ab. Sobald der Stoffwechsel, beispielsweise bei Kälte, im Wachstum oder während der Schwangerschaft, mehr Energie in Anspruch nimmt, kurbelt die Schilddrüse ihre Hormonproduktion an.
Wenn die Schilddrüse nicht mehr richtig funktioniert, unterscheidet man generell zwischen einer Schilddrüsenunterfunktion und einer Schilddrüsenüberfunktion.

Die Schilddrüsenunterfunktion/ Hypothyreose

Als Schilddrüsenunterfunktion oder Hypothyreose wird von Ärzten die unzureichende Hormonproduktion der Schilddrüse bezeichnet. Aufgrund des Hormonmangels werden sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper verlangsamt und die Leistungsfähigkeit verringert. Die Hypothyreose ist eine der häufigsten Stoffwechselkrankheiten, welche Frauen häufiger als Männer betrifft.

Ursachen

Tabletteneinnahme

Schilddrüsenunterfunktion  (Hypothyreose) kann auf drei Ebenen entstehen: durch eine Funktionsstörung der Schilddrüse selbst, durch eine gestörte TSH-Produktion in der Hypophyse oder durch eine unzureichende TRH-Sekretion des Hypothalamus.

Dementsprechend unterscheiden Mediziner zwischen verschiedenen Formen der Hypothyreose.

Primäre Schilddrüsenunterfunktion

Die bei weitem häufigste Ursache einer Hypothyreose geht von der Schilddrüse selbst aus. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer primären Hypothyreose. Dabei können die Ursachen sowohl angeboren sein als auch erst im Laufe des Lebens auftreten.

Angeboren

Manchen Kindern fehlt von Geburt an die Schilddrüse (Athyreose). Bei anderen Kindern ist die Schilddrüse fehlentwickelt (Schilddrüsendysplasie), oder es treten Fehler bei der Produktion von Schilddrüsenhormonen auf.

Erworben

Der erworbenen Hypothyreose liegt in den meisten Fällen eine chronische Entzündung der Schilddrüse zugrunde. Bei dieser so genannten Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung: Dabei bildet der Körper spezielle Antikörper, welche sein eigenes Schilddrüsengewebe zerstören. Dadurch können nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone produziert werden. Die Gründe, warum der Körper diese Antikörper bildet, sind bisher allerdings ungeklärt. Erfahre hier mehr zu der Krankheit Hashimoto.

Mitunter trägt auch Jodmangel zur Entstehung einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion bei: Das Spurenelement wird von der Schilddrüse benötigt, um Schilddrüsenhormone zu produzieren. Menschen, die über ihre Ernährung zu wenig Jod aufnehmen, können einen extremen Jodmangel und damit auf Dauer eine Hypothyreose entwickeln.

Außerdem kann eine Hypothyreose nach einer Radiojodtherapie oder Schilddrüsenoperation auftreten. Dies ist der Fall, wenn bei der Behandlung viel Schilddrüsengewebe zerstört oder entfernt wurde und kein oder zu wenig medikamentöser Hormonersatz vorliegt. Es ist auch möglich, dass Medikamente zur Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) überdosiert wurden oder dass eine Hyperthyreose eine Hypothyreose verursacht.

Sekundäre Schilddrüsenunterfunktion

Bei der sekundären Hypothyreose liegt die Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse). Diese produziert zu wenig TSH, das Hormon, mit dem die Schilddrüse zur Hormonproduktion angeregt wird. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Hypophyseninsuffizienz. Im Unterschied zur primären Hypothyreose sind bei der sekundären Form nicht nur die T3/T4-Blutwerte, sondern auch der TSH-Wert erhöht.

Tertiäre Schilddrüsenunterfunktion

Weitaus seltener ist die tertiäre Hypothyreose. Diese wird durch den Hypothalamus verursacht. Dieser wiederum produziert zu wenig des Hormons TRH, welches schließlich über die Hirnanhangsdrüse die Schilddrüsenhormonproduktion reguliert.

Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion

In der Regel entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion im Erwachsenenalter schleichend. Es treten zunächst nur wenige oder gar keine Symptome auf. Normalerweise machen sich die Beschwerden erst bemerkbar, wenn die Hypothyreose schwerwiegender wird. Folgende Symptome müssen nicht alle auftreten und können auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

  • Extreme Müdigkeit, übermäßig schnelle Erschöpfung
  • Gewichtszunahme
  • Depressive Verstimmung
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Kühle, trockene Haut
  • Konzentrationsstörungen
  • Antriebsmangel
  • Kälteempfindlichkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Geschwollenes Gesicht, geschwollene Zunge und Augenpartien
  • Stumpfe Haare, Haarausfall
  • Kopfschmerzen
  • Desinteresse
  • Zyklusstörungen, verringerte Fruchtbarkeit oder Menstruationsbeschwerden 

Diagnostik

Eine Hypothyreose lässt sich durch die Bestimmung der basalen Schilddrüsenwerte (T4, T3, TSH) im Blut verhältnismäßig schnell feststellen oder ausschließen.

Die Bestimmung spezieller Schilddrüsen-Antikörper im Blut, eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und eventuell auch ein Szintigramm sind daneben weitere Untersuchungen, um etwa den Grund der Schilddrüsenunterfunktion festzustellen.

Behandlung

Tabletteneinnahme

Der bei einer Schilddrüsenunterfunktion auftretende Hormonmangel kann durch Hormontabletten kompensiert werden. Diese nehmen die Patienten in der Regel ein Leben lang ein. Bei korrekter Dosierung sind weder die Lebensqualität noch die Lebenserwartung der Patienten eingeschränkt. Ärzte sprechen hier auch von einer Ersatz- oder Substitutionstherapie.

Das bevorzugte Medikament zur Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion ist L-Thyroxin. Es handelt sich um ein synthetisches Hormon, das wie das natürliche Schilddrüsenhormon Thyroxin (T4) wirkt. Im Körper wird es teilweise in das Schilddrüsenhormon T3 umgewandelt. 

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