In Deutschland leiden rund 3,6 Millionen Menschen an Neurodermitis, auch bekannt als atopische Dermatitis. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung geht häufig mit starkem Juckreiz, trockener Haut und wiederkehrenden Schüben einher und kann sowohl körperlich als auch emotional stark belasten.
Viele Betroffene suchen daher nach natürlichen Möglichkeiten, um ihre Haut begleitend zu beruhigen und die Hautbarriere zu unterstützen. In diesem Artikel erfährst du, welche Heilpflanzen, spagyrischen Ansätze und alltagstauglichen Hauttipps bei Neurodermitis sinnvoll sein können – realistisch, verständlich und ohne Heilversprechen.
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Inhaltsverzeichnis
- Was ist Neurodermitis (atopische Dermatitis)?
- Typische Symptome von Neurodermitis: Juckreiz, Rötungen & trockene Haut
- Ursachen und Auslöser von Neurodermitis
- Wie wird Neurodermitis diagnostiziert
- Neurodermitis im Kinder- und Erwachsenenalter
- Neurodermitis oder andere Hautkrankheiten? Unterschiede einfach erklärt
- Hausmittel & natürliche Tipps bei Neurodermitis
- Heilpflanzen bei Neurodermitis: Welche Pflanzen die Haut unterstützen können
- Spagyrik bei Neurodermitis: Natürliche Begleitung für empfindliche Haut
- FAQ zu Neurodermitis: Häufige Fragen & Antworten
1. Was ist Neurodermitis (atopische Dermatitis)?
Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft. Typisch sind starker Juckreiz, trockene, gerötete Haut sowie schuppige oder entzündete Hautstellen.
Die Erkrankung zeigt sich individuell sehr unterschiedlich: Während manche Betroffene über längere Zeit kaum Symptome haben, erleben andere wiederkehrende Neurodermitis-Schübe, die den Alltag deutlich beeinträchtigen können. Neben den körperlichen Beschwerden kann Neurodermitis auch eine psychische Belastung darstellen, da Juckreiz und sichtbare Hautveränderungen das Wohlbefinden beeinflussen.
Bei Neurodermitis können psychosomatische Faktoren eine Rolle spielen. Stress, emotionale Belastungen und psychischer Druck können den Verlauf der Erkrankung beeinflussen und Neurodermitis-Schübe begünstigen.
2. Typische Symptome von Neurodermitis: Juckreiz, Rötungen & trockene Haut
Die Symptome von Neurodermitis können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und treten meist schubweise auf. Während einige Betroffene nur leichte Hautveränderungen bemerken, leiden andere unter starkem Juckreiz, entzündeter Haut und wiederkehrenden Beschwerden, die den Alltag deutlich beeinträchtigen können.
Starker Juckreiz als Leitsymptom
Der Juckreiz gilt als eines der häufigsten und belastendsten Symptome der Neurodermitis. Er tritt besonders während eines Schubs auf und kann tagsüber wie auch nachts sehr intensiv sein. Durch das Kratzen wird die Haut zusätzlich gereizt, was den Juckreiz weiter verstärken kann.
Typisch ist:
ständiger oder wiederkehrender Juckreiz
Verschlechterung bei Stress oder trockener Haut
Kratzspuren und offene Hautstellen
Neben dem Juckreiz zeigen sich bei Neurodermitis häufig gerötete und entzündete Hautstellen. Diese können nässen, sich verdicken oder schuppig werden.
Häufige Hautveränderungen:
Rötungen und Schwellungen
schuppige oder raue Haut
Verdickung der Haut bei längerem Verlauf
Trockene, empfindliche Haut
Viele Menschen mit Neurodermitis leiden dauerhaft unter sehr trockener und empfindlicher Haut. Ursache ist eine gestörte Hautbarriere, die Feuchtigkeit schlechter speichern kann.
Das kann sich äußern durch:
Spannungsgefühl
feine Risse
erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Reizen
Typische Körperstellen bei Neurodermitis
Die Symptome treten bevorzugt an bestimmten Körperstellen auf, können aber grundsätzlich den gesamten Körper betreffen.
Häufig betroffen sind:
Ellenbeugen
Kniekehlen
Handgelenke
Hals und Gesicht
bei Kindern auch Wangen und Kopfhaut
Neurodermitis-Symptome können sich im Laufe des Lebens verändern. Während bei Kindern häufig andere Körperstellen betroffen sind als bei Erwachsenen, kann sich auch die Intensität der Beschwerden im Laufe der Zeit wandeln.
3. Ursachen und Auslöser von Neurodermitis
Die genauen Ursachen der Neurodermitis (atopische Dermatitis) sind bis heute nicht vollständig geklärt. Bekannt ist jedoch, dass mehrere Faktoren zusammenwirken, die die Entstehung der Erkrankung begünstigen oder Neurodermitis-Schübe auslösen können. Diese Faktoren unterscheiden sich von Person zu Person.
Eine wichtige Rolle bei Neurodermitis spielt die genetische Veranlagung. Die Neigung zu trockener, empfindlicher Haut sowie eine Überreaktion des Immunsystems können vererbt werden.
Typisch ist:
eine gestörte Hautbarriere
eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen
eine stärkere Reaktion auf Entzündungsprozesse
Gestörte Hautbarriere & Keimvielfalt
Forschungen zeigen, dass die Haut von Menschen mit Neurodermitis häufig eine verringerte Keimvielfalt aufweist. Dadurch können sich bestimmte Bakterien leichter vermehren.
Mögliche Folgen:
eine erhöhte Infektanfälligkeit der Haut
eine Verschlechterung bestehender Hautstellen
begünstigte Krankheitsschübe
Umweltfaktoren & äußere Reize
Verschiedene Umweltfaktoren können Neurodermitis-Schübe auslösen oder verstärken.
Häufige Auslöser sind:
Allergene wie Pollen oder Hausstaub
ungeeignete Kleidung, z. B. Wolle oder synthetische Stoffe
häufiges Duschen oder Waschen mit heißem Wasser
Hautpflege & Inhaltsstoffe
Auch bestimmte Inhaltsstoffe in Pflege- oder Reinigungsprodukten können empfindliche Haut zusätzlich reizen.
Problematisch können sein:
Duftstoffe
Alkohol
aggressive Tenside
Die Wasserhärte kann die Haut beeinflussen. Hartes Wasser kann die Haut stärker austrocknen und Symptome verschlimmern, während weicheres Wasser von manchen Betroffenen als schonender empfunden wird.
4. Wie wird Neurodermitis diagnostiziert
Die Diagnose der Neurodermitis (atopische Dermatitis) ist nicht immer eindeutig, da es keinen spezifischen Labortest gibt, der die Erkrankung zweifelsfrei nachweist. Stattdessen basiert die Diagnose auf einer kombinierten Beurteilung von Symptomen, Krankheitsverlauf und Hautbild.
In der Regel beginnt die Diagnostik mit einem ausführlichen Anamnesegespräch. Dabei fragt der Arzt oder die Dermatologin nach typischen Symptomen, dem zeitlichen Verlauf der Beschwerden sowie nach möglichen Auslösern von Neurodermitis-Schüben. Auch familiäre Vorbelastungen können dabei eine Rolle spielen.
Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung der Haut. Charakteristische Hautveränderungen wie Rötungen, trockene Hautstellen oder entzündliche Ekzeme liefern wichtige Hinweise für die Diagnose von Neurodermitis.
In manchen Fällen werden zusätzlich weiterführende Untersuchungen durchgeführt, um andere Hauterkrankungen auszuschließen. Dazu können unter anderem Allergietests, Blutuntersuchungen oder Hautbiopsien gehören. Da Neurodermitis schubweise verläuft, kann es vorkommen, dass die endgültige Diagnose über einen längeren Beobachtungszeitraum gestellt wird.
5. Neurodermitis im Kinder- und Erwachsenenalter
Neurodermitis kann Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen. Häufig tritt die Erkrankung bereits im Säuglings- oder Kindesalter auf, kann sich im Laufe des Lebens verändern oder auch erst im Erwachsenenalter neu entwickeln.
Neurodermitis im Säuglings- und Kindesalter
Bei Säuglingen zeigt sich Neurodermitis oft schon in den ersten Lebensmonaten. Typisch sind Rötungen an Wangen und Kopf, die sich zu schuppigen oder nässenden Hautstellen entwickeln können. Diese frühe Form wird umgangssprachlich häufig als Milchschorf bezeichnet.
Im Kleinkind- und Kindergartenalter verlagern sich die Hautveränderungen häufig auf Kniekehlen, Ellenbeugen und Handgelenke. Da diese Bereiche oft gebeugt werden, spricht man auch von einem Beugeekzem. Der starke Juckreiz kann dazu führen, dass Kinder die Haut aufkratzen, wodurch sich Entzündungen immer wieder verschlimmern können.
Bei manchen Kindern klingen die Symptome im Laufe der Jahre ab und treten später nicht mehr auf. Bei anderen bleiben sie bis zur Pubertät bestehen oder kehren im späteren Leben erneut zurück.
Neurodermitis im Erwachsenenalter
Auch im Erwachsenenalter kann Neurodermitis erstmals auftreten oder nach einer beschwerdefreien Phase wiederkehren. Die Symptome unterscheiden sich teilweise von denen im Kindesalter.
6. Neurodermitis oder andere Hautkrankheiten? Unterschiede einfach erklärt
Hautveränderungen wie Rötungen, Juckreiz oder Schuppen können unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer steckt hinter diesen Symptomen eine Neurodermitis. Im Folgenden zeigen wir, wie sich Neurodermitis (atopische Dermatitis) von anderen häufigen Hautkrankheiten unterscheidet.
Neurodermitis vs. Kontaktdermatitis
Die Kontaktdermatitis entsteht durch den direkten Kontakt mit reizenden oder allergieauslösenden Substanzen, etwa Kosmetika, Metallen oder Reinigungsmitteln.
Typische Unterschiede:
Symptome treten nur an den Kontaktstellen auf
häufige Auslöser sind äußere Reize
Beschwerden klingen meist ab, wenn der Kontakt vermieden wird
Bei Neurodermitis dagegen handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die unabhängig von einzelnen Kontaktstoffen auftreten kann.
Neurodermitis vs. Pilzinfektionen der Haut
Pilzinfektionen werden durch Pilze verursacht, die sich auf oder in der Haut vermehren.
Unterschiede zu Neurodermitis:
oft klar begrenzte, schuppige Hautstellen
Rötungen mit randbetonter Ausprägung
meist gut behandelbar mit Antipilzmitteln
Neurodermitis ist nicht infektiös und wird nicht durch Pilze verursacht
Die Rosazea ist eine chronische Hauterkrankung, die vor allem das Gesicht betrifft.
Typische Merkmale der Rosazea:
Rötungen an Wangen, Nase, Kinn und Stirn
Brennen, Stechen oder Knötchen
Juckreiz tritt eher selten auf
Im Gegensatz dazu zeigt sich Neurodermitis häufig durch starken Juckreiz, trockene Haut und wiederkehrende Entzündungsschübe.
Bei Säuglingen wird eine Form der Neurodermitis häufig als „Milchschorf“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um frühe Hautveränderungen, die meist im Kopf- und Gesichtsbereich auftreten
7. Hausmittel & natürliche Tipps bei Neurodermitis
Neurodermitis verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich, weshalb auch Hausmittel und natürliche Tipps individuell wirken können. Die folgenden Maßnahmen werden häufig begleitend zur ärztlichen Behandlung eingesetzt, um trockene, juckende Haut zu beruhigen und die Hautbarriere zu unterstützen. Wichtig ist, neue Ansätze vorab ärztlich abzuklären.
Feuchtigkeitspflege bei Neurodermitis
Eine konsequente Feuchtigkeitspflege ist bei Neurodermitis besonders wichtig, da die Hautbarriere häufig gestört ist.
Darauf solltest du achten:
parfumfreie Cremes & Salben
keine Alkohol- oder Duftstoffe
rückfettende Inhaltsstoffe
regelmäßiges Eincremen, besonders nach dem Duschen
Haferflockenbäder werden traditionell eingesetzt, um juckende und gereizte Haut zu beruhigen.
Anwendung:
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1 Tasse fein gemahlene Haferflocken
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in lauwarmes Wasser geben
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15–20 Minuten baden
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Haut danach sanft abtupfen, nicht rubbeln
Kühle Umschläge bei akutem Juckreiz
Kühle Kompressen können vorübergehend helfen, den Juckreiz bei Neurodermitis zu lindern.
Wichtig:
nur kurz anwenden
kein direktes Eis auf die Haut
Unterkühlung vermeiden
8. Heilpflanzen bei Neurodermitis: Welche Pflanzen die Haut unterstützen können
Die bekannteste Anwendung des Ackerveilchens sind sogenannte seborrhoische Ekzeme, also Hautentzündungen, die mit hellen und roten Flecken einhergehen und fettig schuppen. Dabei wird das Stiefmütterchen gerne als Tee innerlich oder zum Abtupfen äußerlich angewendet. Oftmals ist Viola auch Bestandteil spezieller Salben und Cremes. Seine entzündungshemmende Salicylsäure sowie die antimikrobiellen Flavonoide helfen dabei, die Entzündungen in der Haut zu reduzieren, so dass sich die Haut besser regenerieren kann
Hauterkrankungen wie Neurodermitis gehen meist mit einem starken Jucken einher. Man kratzt die Stelle auf, durchbricht die Hautbarriere und öffnet Tür und Tor für sekundäre Infektionen. Da Cardiospermum entzündungshemmend und damit juckreizstillend ist, kratzt man nicht mehr an die Wunde hin, sie kann sich schließen und abheilen. Die Hautbarriere ist wieder hergestellt und die Gefahr einer sekundären Infektion abgewendet.
Einige Hautausschläge entstehen dadurch, dass die Haut des Körpers als Ausscheidungsorgan vom Körper herangezogen wird, wenn der herkömmliche Ausscheidungsweg überlastet scheint. Dadurch, dass die Birke die Harnmenge erhöht und die Niere angeregt wird, vermehrt zu filtern, werden die herkömmlichen Ausscheidungswege gestärkt und die Haut entlastet. Die Ausschläge gehen wieder zurück und verschwinden schließlich wieder ganz.
Die Kapuzinerkresse ist entzündungshemmend. Durch ihre positive Wirkung auf das Immunsystem und ihre antiinfektiöse Wirkung hemmt sie Entzündungen, lässt sie schneller wieder abklingen und hilft dem Körper dabei wieder gesund zu werden. Zusätzlich ist sie antimikrobiell. Sie wirkt gegen Pilze, Bakterien und Viren, reduziert ihre Population und verhindert, dass sie sich weiter vermehren. Dadurch werden Entzündungen gehemmt und der Körper kann wieder heilen.
Viele starke Schmerzmittel der modernen Pharmakologie wie Opiate bringen bei längerem Einsatz Probleme mit sich. Zum einen nimmt ihre schmerzstillende Wirkung durch Gewohnheitseffekte bei längerer Einnahme ab, was dazu führt das die Dosis erhöht werden muss. Mit höherer Dosis nimmt leider die Rate an unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu, so dass das Schmerzmittel selbst zunehmend zum Problem wird. Außerdem steht bei den Opiaten immer das Sucht-Thema im Raum. Cannabis ist hier eine zuverlässige Alternative mit deutlich geringerem Suchtpotential. Außerdem sind seine Nebenwirkungen deutlich niedriger als die der Opiate. Gerade bei chronischen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie z.B. Fibromyalgie ist der Hanf einen Gedanken wert.
Beifuß ist antimikrobiell. Seine Inhaltsstoffe wirken gegen Bakterien, Viren und Pilze. Sie töten diese ab und beruhigen das entzündete Gebiet. Dadurch können die Symptome zurückgehen und der Körper sich wieder erholen. Zusätzlich ist der Beifuß entzündungshemmend. Seine Bitterstoffe verengen die Blutgefäße und lassen Entzündungen abklingen. Durch ihre Wirkung gegen Erreger wird dem Geschehen die Grundlage entzogen und die Beschwerden verschwinden wieder.
Viele Hautunreinheiten entstehen, weil der Körper auch über die Haut Ausscheidung betreibt. Dadurch, dass die Brennnessel den Stoffwechsel anregt und die Entschlackung über den Urin fördert, wird die Haut entlastet und die Hautunreinheiten verschwinden wieder.
9. Spagyrik bei Neurodermitis: Natürliche Begleitung für empfindliche Haut
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Die Anwendung Deines Neurodermitis-Sprays ist übrigens denkbar einfach: Das Spray wird einfach entsprechend der auf dem Fläschchen angegebenen Dosieranweisung in den Mund gesprüht. Um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen und den Ursachen optimal begegnen zu können, empfehlen wir eine Anwendung über einen längeren Zeitraum von sechs bis acht Wochen. Als eine Art Kur sprühst du hierbei 3×3 Sprühstöße täglich.
10. FAQ zu Neurodermitis: Häufige Fragen & Antworten
Neurodermitis wirft bei Betroffenen und Angehörigen viele Fragen auf – von Ursachen und Symptomen bis hin zum Alltag mit der chronischen Hauterkrankung. In den folgenden FAQs beantworten wir häufig gestellte Fragen rund um Neurodermitis (atopische Dermatitis) kompakt, verständlich und sachlich.
Gibt es verschiedene Arten von Neurodermitis?
Ja, man unterscheidet hauptsächlich zwei Formen der Neurodermitis: die extrinsische (allergische) und die intrinsische (nicht-allergische) Form. Die extrinsische Form tritt häufiger auf und ist oft mit Allergien verbunden. Bei der intrinsischen Form zeigen sich typische Hautsymptome, ohne dass Allergiewerte im Blut erhöht sind.
Kann Neurodermitis auch bei Kinder auftreten?
Ja, Neurodermitis tritt sehr häufig bereits im Säuglings- und Kindesalter auf. In Deutschland sind etwa 13 % der Kinder betroffen. Typisch sind Hautveränderungen an Wangen, Kopf, Ellenbeugen oder Kniekehlen. Bei manchen Kindern klingen die Symptome im Laufe der Jahre ab, bei anderen können sie bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben.
Ist Neurodermitis heilbar?
Neurodermitis, auch atopische Dermatitis genannt, ist eine chronische Hauterkrankung und derzeit nicht heilbar. Mit einer individuell angepassten Behandlung, konsequenter Hautpflege und dem Vermeiden von Auslösern können viele Betroffene jedoch über längere Zeit weitgehend beschwerdefrei leben.
Was löst einen Neurodermitis-Schub aus?
Ein Neurodermitis-Schub kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufige Auslöser sind Stress, Allergene, trockene Haut, Temperaturwechsel, ungeeignete Pflegeprodukte oder bestimmte Nahrungsmittel. Welche Faktoren eine Rolle spielen, ist individuell unterschiedlich.
Welche Rolle spielt Stress bei Neurodermitis?
Stress kann Neurodermitis deutlich beeinflussen. Psychische Belastungen wirken sich auf das Immunsystem aus und können Schübe begünstigen oder verstärken. Entspannungsübungen, ausreichend Schlaf und Stressmanagement können daher eine sinnvolle Ergänzung im Umgang mit Neurodermitis sein.
Können Heilpflanzen bei Neurodermitis helfen?
Heilpflanzen werden in der Naturheilkunde traditionell begleitend bei Hautirritationen und Juckreiz eingesetzt. Sie können dazu beitragen, die Haut zu beruhigen und das Hautwohlbefinden zu unterstützen. Heilpflanzen ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung, sondern sollten ergänzend eingesetzt werden.
Was bedeutet „begleitende Behandlung“ bei Neurodermitis?
Eine begleitende Behandlung zielt darauf ab, die ärztliche Therapie sinnvoll zu unterstützen, zum Beispiel durch hautschonende Pflege, Stressreduktion, Ernährung oder naturheilkundliche Ansätze wie Heilpflanzen oder Spagyrik. Sie ersetzt keine medizinische Diagnose oder Therapie.
Ist Neurodermitis ansteckend?
Nein, Neurodermitis ist nicht ansteckend. Die Erkrankung wird nicht durch Viren, Bakterien oder Pilze übertragen und kann weder durch Hautkontakt noch durch Nähe zu anderen Menschen weitergegeben werden.